Schulhund Alice

 

An unserer Schule wird es im neuen Schuljahr ein besonderes Projekt geben: Schulhund Alice. Frau Krächter, Schulsozialarbeiterin, wird an zwei bis maximal drei Nachmittagen (ca. 14:00- 16:00 Uhr) in der Woche ihre Hündin Alice mit in die Schule bringen.

 

Wer ist Alice?

Alice ist eine im Mai geborene Australian Shepherd Hündin und stammt aus einer Zucht, wo bereits viele Hunde zu therapeutischen- und pädagogischen Zwecken ausgebildet wurden. Da Alice noch sehr jung ist, wird sie sich langsam an den Schulalltag gewöhnen und im kommenden Jahr, gemeinsam mit Frau Krächter, eine Ausbildung zum pädagogischen Begleithund/Schulhund beginnen. Alice hat vom Tierarzt ein bescheinigtes Gesundheitszeugnis und wird regelmäßig kontrolliert.

 

Warum ein Hund in der Schule?

Es gibt verschiedene Studien die belegen: Hunde lehren soziales Verhalten – und eröffnen Kindern neue Wege zur Gemeinschaft. Menschen haben ein Bedürfnis nach Nähe und Anerkennung – genau das wird durch den Einsatz eines Tieres erfüllt. Kinder und Jugendliche können durch den Kontakt mit dem Hund Zuneigung und Mitgefühl entwickeln und „liebevolles“ Verhalten zeigen. Der gezielte Einsatz eines Hundes in der Schule soll die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder begleiten, unterstützen und Integration fördern.

Soziale Kompetenzen

Wird ein Hund gezielt und kontrolliert mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt, können diese davon profitieren. Durch die Anwesenheit von einem Hund in einem Raum versuchen die Kinder leise zu sein. Wenn Kinder oder Jugendliche anfangen die Bedürfnisse von anderen zu erkennen und darauf einzugehen, dann entwickeln sie ihre eigenen Fähigkeiten weiter. Sie versuchen sich angemessen zu verhalten. Mitgefühl und sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen sind wichtig um eine gute Streitkultur aufbauen zu können. Nur, wer in der Lage ist, zu wissen was der andere fühlt, ist fähig, eine angemessene Lösung für das Problem oder den Streit zu finden.

Selbstbewusstsein

Nicht alle Kinder sind gleich und gerade für die schüchternen, zurückgezogenen Kinder kann ein Hund ein sanfter Begleiter sein und als „Eisbrecher“ genutzt werden. Es fällt in der Regel Kindern oder Jugendlichen leichter, einem Tier ihre Probleme anzuvertrauen oder über diese zu sprechen, während die Hände mit dem Streicheln des Tieres beschäftigt sind. Ein Tier wird das Kind oder den Jugendlichen niemals kritisieren, es hört zu und urteilt nicht. Es können Probleme geschildert werden und manchmal kommt dann die Lösung von ganz alleine. Solche Situationen oder Erfahrungen fördern das eigene Selbstwertgefühl der Schüler und Schülerinnen.

Abbau von Angst

Besonders für ängstliche und/oder unsichere Kinder ist es wichtig zu lernen, wie sie mit ihren eigenen Ängsten umgehen können. Diese können das ganze Leben lang auftauchen und daher ist es gut zu wissen: Wie kann ich damit umgehen? Schritt für Schritt lernen die Kinder sich einem Problem zu nähern, welches in diesem Fall dann der Hund wäre, vor dem sie Angst haben. Da wir in der Schule die Möglichkeit haben, den Kontakt ganz kleinschrittig aufzubauen, können die Kinder selber entscheiden wie weit sie gehen möchten.

„Heute schaue ich mir den Hund nur von weitem an und morgen

gehe ich dann vielleicht etwas dichter ran.“

Die Eigenschaft, Probleme zu erkennen und dann selbst zu lösen, wird ein ganzes Leben lang benötigt. Frühe Erfahrungen fördern also grundlegend die weitere Entwicklung der Schüler und Schülerinnen.

 

Wer ist AnsprechpartnerIn und wo finde ich den Hund?

Ansprechpartnerin ist Frau Krächter. Ihre Kontaktdaten sind auf der Homepage unter „Schulsozialarbeit“ zu finden. Bitte sprechen Sie Frau Krächter bei Sorgen oder Ängsten an. Alice wird ebenfalls im selben Büro (Raum 209) zu finden sein und vorerst nur an zwei bis drei Nachmittagen mitkommen. Alice wird im Büro eine große Box bekommen, in die sie sich zurückziehen oder in der sie bei Bedarf warten kann.

Jeder Kontakt zu oder mit dem Hund geschieht freiwillig!

Schüler und Schülerinnen, sowie Eltern haben jederzeit die Möglichkeit einen Termin ohne den Hund zu vereinbaren oder ihre Anliegen mit Frau Groß, Schulsozialarbeiterin, zu besprechen.

 

Es gelten folgende Regeln für den Umgang mit Alice:

  1. Bitte nicht ihren Namen rufen, da dies schon ein Kommando ist!
  2. Es werden ohne Erlaubnis keine Kommandos gegeben!
  3. Nach dem Anfassen immer Hände waschen!
  4. Niemals, ohne vorher zu fragen, Alice streicheln!
  5. Verhaltet euch ruhig und geht langsam!
  6. Es darf immer nur eine Person Alice anfassen, nicht alle auf einmal!
  7. Alice bitte niemals ohne Erlaubnis füttern!
  8. Wenn Alice schläft, wird sie nicht gestört!

Alice freut sich auf euch!

 

 


 

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