Babybedenkzeit in Schmallenberg

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde das Projekt „Babybedenkzeit“ auch in diesem Schuljahr erfolgreich im neunten Jahrgang der Christine-Koch-Schule in Schmallenberg durchgeführt. Das Projekt „Babybedenkzeit“ ist ein präventives pädagogisches Konzept für Jugendliche, bei dem sie für eine begrenzte Zeit erfahren können, welche Verantwortung und Belastung auf die Eltern nach der Geburt eines Kindes zukommt.

 

In Kooperation mit Luisa van Ackeren, Mitarbeiterin des Jugendamtes der Stadt Schmallenberg, welches die vier Babysimulatoren zur Verfügung stellte, und den beiden Schulsozialarbeiterinnen der Christine-Koch-Schule, Silke Groß und Marie Krächter, wurde das Projekt vorbereitet und begleitet.

Interessierte Schüler und Schülerinnen konnten sich vorab für das Projekt bewerben, um so einmal in die Rolle des Vaters oder der Mutter zu schlüpfen.

In einem ersten Vorbereitungstreffen wurde den Schülern und Schülerinnen grundlegendes über den Umgang mit den Babysimulatoren vermittelt. Hierbei ging es im Besonderen um die Pflege und Bedürfnisse Neugeborener: Wie muss ich das Baby füttern? Wie kann ich die Windeln wechseln? Was muss ich dafür tun, damit das Baby sich wohl fühlt?

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die frühkindliche Entwicklung. Die Schüler und Schülerinnen erhielten einen Einblick in das erste Lebensjahr des Kindes. Ein wichtiger Baustein war hier die Sicherheit des Kindes. Es wurden beispielsweise Maßnahmen zur Minimierung des plötzlichen Kindstodes besprochen und wie es zu Schütteltraumata im Kleinkindalter kommen kann. Möglichkeiten zur Entlastung von jungen Eltern wurden gemeinsam erarbeitet.

In der Zeit vom 06.-14. Februar 2019 folgte dann das eigentliche Elternpraktikum. Jede teilnehmende Schülerin durfte für zwei Tage einen Babysimulator mit nach Hause nehmen. Für die „Mütter“ stand das volle Programm auf dem Plan: Füttern, Wiegen, Stillen, Wickeln und rund um die Uhr für den Säuglingsimulator da sein.

Morgens, zum Schulbeginn, gaben alle die Babysimulatoren in die „Kindertagespflege“ ab, damit diese auch während der Schulzeit „betreut“ wurden. Schnell war den Schülerinnen klar, dass ein Säugling extrem anstrengend sein kann und schlaflose Nächte bedeutet.

Im abschließenden Reflexionstreffen waren sich die Schülerinnen einig: Wir möchten nicht zu früh ein Kind bekommen. Einen Säugling zu betreuen und zu versorgen ist zwar eine schöne, aber auch eine sehr anstrengende Aufgabe, welche viel Kraft und Nerven fordert und neben einer Berufsausbildung schwer zu bewältigen ist.


 

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