Berufswahlvorbereitung an der CKS

 

 

I Grundsätzliche Gesichtspunkte

Die Hinführung der Schülerinnen und Schüler zur Berufs- und Arbeitswelt ist ein zentrales Anliegen der Christine-Koch-Schule.

Die Vorbereitung der Berufswahlentscheidung stellt die Schule vor die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern frühzeitig Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt zu geben und sie in die Lage zu versetzen, möglichst selbständig eine begründete Berufsentscheidung zu treffen.

Den KlassenlehrerInnen kommt in diesem Prozess eine bedeutende Rolle zu. Sie stellen sicher, dass alle Maßnahmen zur Berufswahlvorbereitung in seiner Klasse mit den übrigen FachlehrerInnen abgestimmt und koordiniert umgesetzt werden. Im Sinne einer gezielten, intensiven und umfassenden Betreuung übernehmen sie ab Klasse 7 auch nach Möglichkeit den Wirtschaftslehreunterricht in der eigenen Klasse.

 

Berufsorientierung im engeren Sinne findet an unserer Schule vor allem in den Klassen 7 bis 10 statt. Dort soll der erste Abschnitt der eigenen Berufsbiographie vorbereitet werden. Die Jugendlichen werden beim Erwerb der von ihnen geforderten Kompetenzen durch unsere schulischen Angebote unterstützt. Für eine Hauptschule mit heterogener Schülerschaft ist die Unterstützung dieses Kompetenzerwerbs eine besondere Herausforderung. Die Christine-Koch-Schule nutzt dabei die zeitlichen Ressourcen einer Ganztagsschule.

 

Unsere Schule sieht sich auch in der Verpflichtung, die Unterrichtsthemen regelmäßig mit den aktuellen Bedingungen und Anforderungen der Arbeitswelt abzugleichen.

 

Berufsorientierung braucht das Lernen in der Arbeitswelt. Schülerinnen und Schüler benötigen ausreichend Gelegenheit, Einblicke in die Berufswelt zu erhalten und erste Arbeitswelterfahrungen zu sammeln. Sie lernen so in der Realität, welche Kompetenzen sie für die Arbeitswelt brauchen. Dabei machen sie sich mit verschiedenen Berufsbildern und Branchen vertraut. Sie können ein realistisches und vielfältiges Bild der Berufswelt entwickeln und ihre eigenen Chancen und Möglichkeiten darin erkennen. Nicht zuletzt kann der persönliche Kontakt zu den Betrieben die Chancen auf einen Ausbildungsplatz deutlich verbessern, denn die Unternehmen lernen ihre potentiellen Bewerberinnen und Bewerber in praktischen Bewährungssituationen kennen.

 

Wir bieten folgende Praktika an:

  • Tagespraktikum in Klasse 7,

  • einwöchige Schnupperpraktikum in Klasse 8,

  • einwöchiges Praktikum vor den Halbjahreszeugnissen und zweiwöchiges Praktikum im Frühsommer in der Klasse 9,

  • dreiwöchiges Betriebspraktikum in Klasse 10 Typ B,

  • einwöchiges Praktikum vor den Herbstferien und Langzeitpraktikum in der Klasse 10 Typ A.

 

Etabliert haben sich auch die praxisorientierten Projekte im 8. Jahrgang im Rahmen von KAoA, die Potentialanalyse sowie die Berufsfelderkundungstage. Beide Maßnahmen werden begleitet und im Hinblick auf weitere Aktivitäten zur Berufsorientierung ausgewertet. Ergebnisse und Schlussfolgerungen für individuelle Entwicklungen bespricht die der Klassenleitung mit Schülerinnen bzw. Schülern, Eltern und evtl. der Berufsberatung. Ein wichtiges Angebot für den Jahrgang 8 und 9 sind die Veranstaltungen im Rahmen von „Handwerk macht Schule“, die die Schule gemeinsam mit dem Rotary Club anbietet. Immer wieder kommen in diesem Rahmen Unternehmen aus Schmallenberg in die Schule und stellen an drei unterschiedlichen praktischen Stationen ihr Gewerk vor. Ausgeweitet wurde dieses Angebot in den Bereich „Pflege macht Schule“ und „Gastronomie mach Schule“. Wir freuen uns über die enge und gute Vernetzung mit sehr vielen heimischen Betrieben.

 

Aber auch Lehrkräfte sollten die Chance nutzen, die Bedingungen und Abläufe der heutigen Arbeitswelt vor Ort kennen zu lernen. Aus diesem Grund nehmen einige Kolleginnen und Kollegen unserer Schule regelmäßig an den Betriebserkundungen des Arbeitskreises „Schule/Wirtschaft“ teil. Sie erhalten dadurch einen Einblick in den regionalen Wirtschaftsbereich, in den die Schule die meisten Schüler entlässt. Einmal jährlich wird dem Kollegium der Christine-Koch-Schule eine Betriebsbesichtigung innerhalb des Schmallenberger Stadtgebiets angeboten.

 

Eine erfolgreiche Berufsorientierung in unserer Schule setzt eine systematische Zusammenarbeit im Kollegium (Teamarbeit) voraus. Sinnvoll sind abgestimmte Programme unter Beteiligung möglichst vieler Schulfächer und externer Partner (siehe standortbezogener Rahmenplan: Fahrpläne für die Berufsorientierung zu den einzelnen Jahrgängen). Den Schülerinnen und Schülern werden so dauerhafte Lernprozesse ermöglicht. Sie können die Inhalte der einzelnen Maßnahmen verknüpfen und aufeinander beziehen.

Für die Lehrkräfte erbringen solche Programme Verpflichtung und Entlastung durch Struktur. Die aufgestellten Pläne dürfen dabei jedoch nicht zu einer starren Vorgabe werden, sondern müssen ständig den Situationen im Arbeitsbereich und den Bedürfnissen der Schüler angepasst werden.

 

Entscheidend für den Erfolg der Berufswahlvorbereitung ist die verlässliche Begleitung der Jugendlichen beim Übergang in die Arbeitswelt. Unsere Jugendlichen benötigen rechtzeitig Unterstützung für den bevorstehenden Schulabschluss und den Start in die neue Lebensphase. Ziel muss dabei sein, dass kein Jugendlicher die Schule ohne eine konkrete Anschlussperspektive verlässt, ein Ziel, das jede Klassenlehrerin/jeder Klassenlehrer immer vor Augen haben muss.

Die permanente Einbindung der Berufsberatung ist hierbei elementarer Bestandteil.

 

Schüler/innen in Klasse 9 und 10, die wenig Interesse und Initiative zeigen, die außerdem von zu Hause wenig Unterstützung erfahren oder sonst großen Unterstützungsbedarf haben, werden von zwei BEREBs (Berufseinstiegsbegleiterinnen) bei der Berufsorientierung unterstützt. Diese betreuen die SchülerInnen auch teilweise über die Schulzeit hinaus.

 

Was die Berufswahlvorbereitung für SchülerInnen ohne Schulabschlüsse betrifft, so werden Jugendliche aus den neunten Jahrgängen rechtzeitig zu den Berufsberatungen der Arbeitsagentur eingeladen, wenn abzusehen ist, dass sie trotz aller angebotenen Förder- und Stützmaßnahmen und pädagogischen Einwirkungen voraussichtlich nicht mehr den 10. Versetzungsjahrgang durchlaufen werden. Auch mit diesen SchülerInnen werden intensive Beratungsgespräche geführt, um gemeinsam einen Weg zu finden, über den später doch noch ein Einstieg in eine Berufsausbildung erreicht werden kann - evtl. auch über einen Umweg (berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme Kolping, Einstiegsqualifizierung).

 

II Die Berufsorientierungsklasse

Seit dem Schuljahr 2012/13 werden die Klassen 10 Typ A nur noch mit einem Langzeitpraktikum angeboten, dass dann für alle verbindlich ist.

Durch das Jahrespraktikum sollen die Anforderungen der Berufswelt in die Schulwirklichkeit getragen werden und die personalen, fachlichen und sozialen Kompetenzen der SchülerInnen gefördert werden.

Struktur und Ablauf des Langzeitpraktikums gestalten sich wie folgt:

  • Jugendliche der Klassen 9 und ihre Eltern werden gegen Ende des Schuljahres über die sich ergebenden Perspektiven informiert. Dabei wird für die künftigen SchülerInnen der Klasse 10a der voraussichtliche Jahresverlauf dargestellt.

  • Nach einer intensiven schulischen Vorbereitungsphase beginnt das Langzeitpraktikum vor den Herbstferien mit einem einwöchigen Block (Montag bis Freitag). Nach den Herbstferien verbringen die Jugendlichen jeden Mittwoch in den von ihnen gewählten Betrieben. Sie haben somit die Gelegenheit, sich ein Jahr lang mit den Anforderungen und Aufgaben des gewählten Berufes vertraut zu machen.

  • Die Jugendlichen werden während des Langzeitpraktikums durch die KlassenlehrerInnen betreut, die auch den Betrieben als Ansprechpartner zuverlässig zur Verfügung stehen.

  • Ein solches Langzeitpraktikum setzt voraus, dass die Berufswahlorientierung bis zum Ende der Klasse 9 weitestgehend abgeschlossen ist. Das gelingt leider noch nicht immer bis zu diesem Zeitpunkt. Daher wird von schulischer Seite besonders darauf geachtet, dass die Jugendlichen realistisch erreichbare Berufe anstreben. Unterstützung erfährt die Schule hierbei durch Frau Kremer, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit.

  • Falls sich im Verlauf des Jahres die Situation ergibt, dass eine Weiterführung des Langzeitpraktikums im Betrieb nicht zielführend ist, werden von Schüler/innen, Eltern und Lehrern konstruktive Alternativen erarbeitet. Dabei ist in der Regel der Wechsel des Betriebes sinnvoll.

Die Schüler erhalten ein Zeugnis mit dem Abschluss der Klasse 10 A, wenn sie das Klassenziel erreichen – zudem eine Beurteilung des Praktikumbetriebes.

 

III Das Berufsorientierungsbüro

Durch die Einrichtung eines Berufsorientierungsbüros (BOB) hat die Christine-Koch-Schule einen Ort erhalten, der ausschließlich der Berufsberatung und Berufsorientierung dient. Das BOB wurde zur Zentrale der Koordinierung aller Maßnahmen der Berufsorientierung an der Schule für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Berufsberaterin, BEREBs und weiterer externer Partner. Es vereint die Funktionen eines Informations-, Kommunikations- und Beratungszentrums unter einem Dach.

In einem großen, repräsentativen Raum stehen Computer für die Internetrecherche zur Verfügung, bieten Prospekte und Zeitschriften Informationen und Anregungen, können Muster für Bewerbungen und Lebensläufe abgefragt und Bewerbungsgespräche simuliert werden. Die Beraterin der Agentur für Arbeit hält regelmäßig ihre Sprechstunden hier ab. Zusätzlich bieten einige Lehrkräfte ganzjährig die Möglichkeit zu individuellen Beratungen an. Durch das BOB haben die Schülerinnen und Schüler einen Raum erhalten, in dem sie sich mit ihren Fragen zur Berufswahl intensiv und nicht allein gelassen auseinandersetzen können.

 

IV Die Gestaltung der Berufswahlvorbereitung an der CKS

 

 

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